Die B&K Metallkonservierung GbR hat den Zuschlag für die Metallrestaurierung am Mühlenhauskomplex im Park Sanssouci in Potsdam erhalten. Auftraggeber ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Der Auftragswert beträgt 336.088 EUR. Die Arbeiten umfassen die Restaurierung historischer Eisenbauteile und Zinkgusselemente am Besucherzentrum der Historischen Mühle.

Welche Metallelemente werden restauriert?

Die Vergabebekanntmachung listet folgende Leistungen auf: An der Remise sind 9 Säulen mit Kapitellen an der Ostfassade, Torbeschläge für 10 zweiflügelige Tore, 9 Stahlfenster sowie 6 Polonceau-Dachbinder zu bearbeiten. Am Mühlenhaus und der Mühlenterrasse stehen Geländer an Zugangsbrücken, Zugangstreppen und der Mühlenterrasse sowie eine Freitreppe auf dem Programm. Besonders umfangreich ist die Arbeit an den Balustraden: An Musenmauer, Mühlenterrasse und im zweiten Obergeschoss des Mühlenhauses sind insgesamt 108 Zinkgussbaluster zu restaurieren.

Alle genannten Elemente bestehen aus Eisen oder Zinkguss und erfordern bauchemische Konservierungsverfahren, die auf historische Metallbauteile abgestimmt sind. Die Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen ist Bestandteil des Auftrags.

Technische Vorgaben laut Bekanntmachung

Die Ausschreibung nennt unter anderem 10 Stück im Bereich Putz/Fassade sowie 108 Stück Zement/Bindemittel. Diese Angaben beziehen sich auf die Anzahl der zu bearbeitenden Elemente und die für die Restaurierung erforderlichen Materialien.

Einordnung der Redaktion: Mörtel- und Putzsysteme, die für solche denkmalgeschützten Restaurierungsarbeiten typischerweise eingesetzt werden, bieten unter anderem Heidelberg Materials, Holcim, Dyckerhoff, Schwenk, Rohrdorfer, Knauf, Sika, MC-Bauchemie, Mapei, Spenner, Botament und Baumit. Die Bekanntmachung selbst benennt jedoch keine Hersteller oder bevorzugten Systeme.

Wie lief das Vergabeverfahren?

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg schrieb den Auftrag im offenen Verfahren aus. Es ging ein Angebot ein, das zum Zuschlag führte. Die Bekanntmachung wurde am 19. Oktober 2026 veröffentlicht. Das Projekt ist der Region DE404 – Potsdam zugeordnet.

Die Vergabe wurde unter den CPV-Codes 45262670, 45212300 und 45212350 ausgeschrieben. Diese Codes stehen für Restaurierungsarbeiten, Hochbauarbeiten für Gebäude im historischen Bereich sowie für spezielle Bau- und Konservierungsarbeiten an denkmalgeschützten Bauwerken.

Was bedeutet die Restaurierung für die Praxis?

Metallrestaurierung an denkmalgeschützten Objekten stellt Sie als Fachbetrieb vor besondere Anforderungen: Untergrundprüfung, Entschichtung alter Anstriche, Korrosionsschutz und Wiederaufbau der Oberflächen müssen denkmalpflegerischen Vorgaben entsprechen. Zinkguss reagiert empfindlich auf mechanische Beanspruchung; hier sind schonende Reinigungsverfahren und passgenaue Reparaturmörtel gefragt. Die Dokumentation – von der Bestandsaufnahme über Zwischenschritte bis zum Endzustand – ist integraler Bestandteil jeder Restaurierung im Denkmalschutz.

Wenn Sie an Sanierungsarbeiten im Bestandsmauerwerk oder an Salzbelastung im Mauerwerk interessiert sind, finden Sie dort weiterführende technische Einordnung zu Materialien und Verfahren.

Die vollständige Bekanntmachung ist auf der TED-Plattform einsehbar. Der Park Sanssouci zählt zum UNESCO-Welterbe; entsprechend hoch sind die Anforderungen an Materialauswahl und Ausführungsqualität bei allen Baumaßnahmen.