Die Rohwer Stahl- und Metallbau GmbH hat den Zuschlag für das Projekt „KKE18 Schlosserarbeiten Außengitter" erhalten. Auftraggeber ist das Land Schleswig-Holstein, endvertreten durch Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR in Lübeck. Der Auftragswert beträgt 576.301 EUR. Die Arbeiten betreffen eine Justizvollzugsanstalt in der Region Lübeck (DEF03). Die Bekanntmachung wurde am 6. Oktober 2026 veröffentlicht.
Leistungsumfang: Sicherheitsgitter und Fensterbänke Der Auftrag umfasst die Lieferung und Montage von Fenstergittern sowie Außenfensterbänken aus Stahlblech für eine JVA. Die Vergabeunterlagen spezifizieren die Anforderungen wie folgt: 72 Stück massive Stahlgitter in verschiedenen Größen, insgesamt rund 250 m² Fläche Außenfensterbänke aus Stahlblech in verschiedenen Längen, insgesamt 147 m Die Materialwahl Baustahl ist typisch für hochsicherheitsrelevante Bauteile in Justizvollzugsanstalten. Massive Stahlgitter müssen hohen mechanischen Belastungen und Manipulationsversuchen standhalten. Die Dimensionierung und Oberflächenbehandlung solcher Bauteile orientiert sich üblicherweise an Korrosionsschutzanforderungen nach vergleichbaren Systemen.
Warum Stahlblech für Außenfensterbänke in JVA-Bauten? Außenfensterbänke aus Stahlblech bieten gegenüber herkömmlichen Materialien wie Aluminium oder Beton entscheidende Vorteile in sicherheitsrelevanten Gebäuden. Stahlblech lässt sich rationell zuschneiden und verschweißen, erreicht hohe Tragfähigkeit auch bei schlanken Profilen und kann durch Beschichtungssysteme dauerhaft gegen Korrosion geschützt werden. Die geforderten 147 Meter Gesamtlänge deuten auf eine größere Anzahl von Fensteröffnungen hin.
Verfahren und Rahmendaten Das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein wählte ein offenes Verfahren. Die CPV-Codes 45262670 und 45421147 klassifizieren die Leistung als Schlosserarbeiten und Metallbauarbeiten. Die Bekanntmachung nennt keine Angaben zur Anzahl eingegangener Angebote oder zum geschätzten Wert. Die Ausschreibung reiht sich in eine Serie öffentlicher Vergaben für den JVA-Neubau und -Umbau in Schleswig-Holstein ein.
Stahlverarbeitung im Sicherheitsbau Metallbauarbeiten für Justizvollzugsanstalten unterliegen strengen Anforderungen hinsichtlich Stabilität, Manipulationssicherheit und Dauerhaftigkeit. Anders als bei Standard-Stahl- und Metallbau-Projekten müssen Gitter und Beschläge so dimensioniert sein, dass sie Aufbruchversuchen mit Werkzeugen widerstehen. Die Schweißverbindungen werden in der Regel zerstörungsfrei geprüft, Oberflächen mehrschichtig beschichtet. Gleichzeitig muss der Baustahl auch unter korrosiven Bedingungen – etwa durch Salzbelastung im küstennahen Lübeck – über Jahrzehnte funktionsfähig bleiben.
Die vollständige Vergabebekanntmachung ist unter der Referenz 690112-2026 im europäischen Ausschreibungsportal TED abrufbar.
