Europaabgeordnete Andrea Wechsler (CDU/EVP) hat die Badischen Stahlwerke in Kehl besucht – ein Besuch, der die Dringlichkeit der Lage für die deutsche Stahlbranche unterstreicht. Die Branche kämpft gegen strukturelle Belastungen: explodierende Energiekosten, verschärfte CO2-Regulierung und handelspolitische Unsicherheiten gefährden die Wettbewerbsfähigkeit.
Für Planer und Bauingenieure relevant: Die deutsche Stahlproduktion ist Basis für Hochbau- und Infrastrukturprojekte. Kostendruck auf Stahlwerke kann sich mittelfristig auf Material- und Lieferketten auswirken. Die Europäische Union signalisiert mit solchen Terminen eine Sensibilität für die Industriepolitik, bleibt aber mit konkreten Maßnahmen – etwa Strompreisbremsen oder Ausnahmen von Carbon-Leakage-Regelungen – deutlich hinter den Forderungen der Hersteller zurück.
Zentraler Streitpunkt: Wie lässt sich grüne Stahlproduktion (H2-Elektrolichtbogenöfen) subventionieren, ohne dass deutsche Werke gegen außereuropäische Konkurrenz wirtschaftlich scheitern? Die Antwort wird 2024/2025 entscheidend für Stahlverfügbarkeit und -kosten im Bauwesen.