Die Ringbeck GmbH hat den Zuschlag für die Außenanlagen des Neubaus Waldbad Warburg erhalten. Auftraggeber ist die Stadtwerke Warburg GmbH. Der Auftragswert beträgt 2.557.635 EUR. Die Bekanntmachung wurde am 30. September 2026 im europäischen Vergabeportal TED veröffentlicht. Das Vergabeverfahren lief im offenen Verfahren. Welche Bauleistungen umfasst der Auftrag? Der Auftrag umfasst die Herstellung der Außenanlagen für das neue Waldbad in Warburg, Region DEA44. Die Leistungsbeschreibung gliedert sich in mehrere Schwerpunkte: Abbruch und Entsorgung von etwa 1.750 m² Beton - und Asphaltbelägen Aussieben von circa 4.800 m³ Boden sowie Entsorgung von rund 4.500 m³ Bodenmaterial Geländeplanum über etwa 15.000 m² Fläche Grabenaushub auf einer Fläche mit Vegetationsflächen von rund 7.200 m², davon 80 Prozent Rasen und 20 Prozent Pflanzung Verkehrsflächen mit Unterbau auf etwa 7.800 m², davon 80 Prozent Beton und 20 Prozent Asphalt Rund 2.100 Meter Einfassungskanten sowie circa 850 Meter Entwässerungsleitungen Etwa 275 m² Gabionenwände bis zu vier Meter Höhe Circa 105 Meter Betonwinkelsteinmauern bis 2,5 Meter Höhe und rund 110 Meter Betonblockstufen Etwa 110 m³ Betonarbeiten mit Schalung und Armierung Rund 380 Meter Stabgitterzaun Baustoffe und Materialmengen im Detail Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf Betonflächen und Asphaltbelägen in unterschiedlichen Anteilen. Die Betonarbeiten umfassen neben den Flächenbefestigungen auch Stützwände, Treppen und Einfassungen. Die Gabionenwände erfordern rund 275 m² Drahtgestaltung sowie Natursteinfüllung. Entwässerungsinfrastruktur und Einfassungskanten verbinden die einzelnen Bereiche und stellen die Ableitung von Niederschlagswasser sicher. Die Erd- und Bodenarbeiten bilden die Vorbereitung für die späteren Oberflächenbefestigungen: Etwa 4.800 m³ Boden werden ausgesiebt, um wiederverwendbares Material von Entsorgungsfraktionen zu trennen. Parallel dazu sind circa 4.500 m³ zur Entsorgung vorgesehen. Das Recyclingbaustoff-Potenzial hängt von der Bodenqualität und eventuellen Schadstoffbelastungen ab, Details dazu liegen nicht vor. Verfahren und Vergabedaten Die Vergabe erfolgte im offenen Verfahren, das allen interessierten Unternehmen die Teilnahme ermöglicht. Die CPV-Codes der Bekanntmachung – 45212212, 44113600, 45112000, 45231300 – kennzeichnen Bau von Sportanlagen, Gitterroste und Zäune, Geländearbeiten sowie Wasser- und Entwässerungsbau. Der Zuschlag an die Ringbeck GmbH wurde Ende September 2026 bekannt gegeben. Einordnung: Materialwahl und Nachhaltigkeitspotenzial Bei öffentlichen Außenanlagen spielen Dauerhaftigkeit, Pflegeaufwand und zunehmend die CO₂-Intensität der eingesetzten Baustoffe eine Rolle. Beton dominiert bei Verkehrsflächen mit hoher mechanischer Belastung und langer Nutzungsdauer. Ob für die Betonarbeiten Niedrigemissionszemente oder RC-Zuschläge zum Einsatz kommen, geht aus der Vergabebekanntmachung nicht hervor. Ebenso fehlen Angaben zur Wiederverwendung des ausgesiebten Bodens vor Ort oder zur EPD-basierten Materialauswahl. Die Kombination von Gabionenwänden und Betonwinkelsteinmauern zeigt unterschiedliche Ansätze für Höhendifferenzen: Gabionen bieten die Möglichkeit lokale Natursteine zu nutzen und sind gut rückbaubar, während Winkelsteinmauern aus Beton aufgrund der Standardisierung häufig kostengünstiger herzustellen sind. Vegetationsflächen mit 7.200 m² tragen zur Versickerung und Mikroklima-Verbesserung bei, ergänzen jedoch keine umfassenden Kreislaufwirtschafts-Vorgaben. Weitere Details zur Materialherkunft, zu CO₂-Budgets oder Recycling-Quoten liegen nicht vor. Ähnliche Vergaben im kommunalen Bereich – etwa der Rathausbau in Straelen oder der Schulneubau in Lampertheim – zeigen, dass technische Nach
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