Die Franz van Stephoudt GmbH & Co.KG hat den Auftrag für Beton-, Maurer- und Erdarbeiten im Rahmen des Neubaus des Rathauses in Straelen erhalten. Auftraggeber ist die Stadt Straelen. Der Auftragswert beträgt 2.575.141 EUR. Die Vergabebekanntmachung wurde am 27. September 2026 veröffentlicht.

Gegenstand der Vergabe

Das Vergabeverfahren umfasst Erd-, Maurer- und Betonarbeiten im Rahmen der Sanierung, Umstrukturierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses in Straelen. Die Stadt plant die weitgehende Erhaltung der vorhandenen Tragstruktur des bestehenden Verwaltungsriegels. Ziel der Planung ist die Schaffung eines nachhaltigen, flexiblen und zukunftsfähigen Verwaltungsstandortes mit modernen Arbeitswelten, hoher Aufenthaltsqualität und ressourcenschonender Bauweise.

Die konkrete Ausführung der Arbeiten erstreckt sich auf die Rohbaugewerke, die für die bauliche Umsetzung der Planung erforderlich sind. Mörtel- und Mauerarbeiten gehören ebenso dazu wie die Erdarbeiten zur Vorbereitung des Baugrunds. Die Erhaltung der bestehenden Tragstruktur erfordert sorgfältige Integration der Neubauleistungen in die vorhandene Substanz.

Verfahren und Klassifikation

Die Stadt Straelen führte die Vergabe im offenen Verfahren durch. Das Projekt ist in der Region DEA1B – Straelen angesiedelt. Die Bekanntmachung trägt die CPV-Codes 45262300, 45262311, 45262520 und 45262310, die Maurer-, Beton- und Erdarbeiten im Hochbau abdecken.

Ressourcenschonende Bauweise im kommunalen Verwaltungsbau

Die ausdrückliche Nennung ressourcenschonender Bauweise in der Leistungsbeschreibung deutet auf erhöhte Anforderungen an die Materialwahl und Ausführung hin. Im zirkulären Bauen rücken bei Verwaltungsbauten zunehmend Anforderungen wie geringer Primärenergieeinsatz, Recyclingbaustoffe oder regionale Materialien in den Fokus. Die Erhaltung der bestehenden Tragstruktur vermeidet den Abriss und Neubau erheblicher Mengen Stahlbeton, was bereits einen deutlichen Beitrag zur Reduktion der CO₂-Intensität des Projekts leistet.

Moderne Arbeitswelten in kommunalen Verwaltungsbauten erfordern flexible Grundrisse, die nachträgliche Anpassungen ohne größere Eingriffe in die Tragstruktur ermöglichen. Die Kombination aus Bestand und Neubau stellt erhöhte Anforderungen an die Schnittstellen zwischen alten und neuen Bauteilen, insbesondere hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Rissbildung.

Quelle der Bekanntmachung

Die Vergabebekanntmachung ist im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union unter der Kennung 665577-2026 veröffentlicht. Weitere Details zum Verfahren und zu den Vergabeunterlagen sind dort einsehbar.

Ähnliche Vergaben im kommunalen Rohbau finden Sie in den Artikeln zu Rohbauaufträgen für öffentliche Bauvorhaben und Spezialtiefbau für Institutionsbauten.