Die Wärmeleitfähigkeit von Mörteln wird maßgeblich von ihrer Porenstruktur bestimmt. Leichtmörtel nutzen Treibmittel und Porenbildner, um den Anteil luftgefüllter Hohlräume im Material zu erhöhen – und damit die Rohdichte zu senken. Dieser Mechanismus beeinflusst die Dämmeigenschaften des Materials.
Die Rohdichte eines Baustoffs steht in direktem Zusammenhang mit seiner Wärmeleitfähigkeit λ, angegeben in W/(mK). Für Dämmstoffe ist neben der Wärmeleitfähigkeit des Basismaterials auch die Rohdichte ausschlaggebend. Vereinfacht gesagt: je kleiner der Porenanteil, desto höher die Rohdichte und somit auch die Wärmeleitfähigkeit dieser Baustoffe.
Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffs wird von einer Reihe verschiedener physikalischer und chemischer Faktoren beeinflusst: der Wärmeleitfähigkeit des Basismaterials, der Art, Größe und Anordnung der Poren oder Zellen, dem Systemdruck und der Art der Gasfüllung in den Poren, der Struktur der festen Bestandteile – kristallartig, glasig oder faserig – sowie dem Feuchtegehalt und der Temperatur.
Der Feuchtegehalt eines Baustoffs beeinflusst seine Wärmeleitfähigkeit erheblich. Mit steigendem Wassergehalt nimmt die Wärmeleitfähigkeit mitunter stark zu, vor allem bei faserigen Dämmstoffen.
Bei geschlossenzelligen Schaumkunststoffen wie PUR und XPS ist die langfristige Entwicklung der Wärmeleitfähigkeit abhängig vom enthaltenen Treibmittel. Entscheidend ist neben Art und Menge auch die Frage, ob und wie lange es in der ursprünglichen Konzentration in den Schaumstoffzellen verbleibt. Die Treibmittel, deren Wärmeleitfähigkeit erheblich niedriger als die der Luft sind, verbleiben infolge der hohen Geschlossenzelligkeit des Dämmstoffes langfristig im Hartschaum. Eine auf das Material aufgebrachte diffusionsdichte Deckschicht – oft metallisch – kann einen möglichen geringfügigen Diffusionsverlust beziehungsweise Zellgasaustausch mit Luft reduzieren.