Sika bietet mit der MonoTop-Produktlinie zementgebundene Mörtel für die Instandsetzung von Betonbauwerken. Die drei Systeme Sika MonoTop-112 DE, -212 DE und -312 DE sind auf unterschiedliche Anforderungen des Altbetons abgestimmt und entsprechen den Altbetonklassen A1, A2 und A3 nach ZTV W sowie den Gebrauchstauglichkeitsklassen R1, R2 und R3 nach EN 1504-3. Die Mörtel eignen sich sowohl für händische Applikation als auch für das Nassspritzverfahren und kommen in Hoch-, Ingenieur- und Tunnelbauwerken zum Einsatz.
Was unterscheidet die drei MonoTop-Systeme?
Sika MonoTop-112 DE ist ein faserverstärkter Mörtel mit Leichtzuschlägen. Der einkomponentige, zementgebundene Reparaturmörtel wurde für die Instandsetzung von Betonbauteilen der Altbetonklasse A1 entwickelt und weist ein sehr niedriges Elastizitätsmodul von 6.000 N/mm² auf. Diese Eigenschaft macht ihn besonders für ungünstige Betonuntergründe geeignet, bei denen eine hohe Steifigkeit des Instandsetzungsmaterials zu Spannungen und Ablösungen führen würde.
Sika MonoTop-212 DE ist als A2-Mörtel für mittlere Anforderungen konzipiert. Ein zentrales Merkmal ist der hohe Schichtdickenauftrag: Bei flächiger Applikation lassen sich bis zu 50 mm pro Arbeitsgang auftragen, bei der Reprofilierung von Ausbruchstellen sogar bis zu 80 mm Schichtdicke. Diese Eigenschaft reduziert die Anzahl erforderlicher Arbeitsgänge und beschleunigt die Baustellenabwicklung.
Sika MonoTop-312 DE ist ein Grobmörtel für die Reprofilierung. Er eignet sich für die Instandsetzung von Normal-, Leicht- und Unterbeton der Altbetonklasse A3 und kann sowohl partiell als auch vollflächig aufgetragen werden. Der höhere Anteil an groben Zuschlägen macht ihn wirtschaftlich für größere Betonersatzvolumen.
Wie werden Altbetonklassen zugeordnet?
Die instand zu setzenden Betonbauteile oder Abschnitte werden aufgrund ihrer zum Zeitpunkt der Instandsetzung vorhandenen Eigenschaften den Altbetonklassen A1 bis A5 zugeordnet. Relevante Kennwerte sind Druckfestigkeit, Haftvermögen und Elastizitätsmodul. Diese Klassifizierung stellt sicher, dass der vorgesehene Betonersatz dem technischen Leistungsprofil des Altbetons entspricht und für die jeweiligen Anwendungen geeignet ist. Schäden durch ungeeigneten Materialeinsatz sollen dadurch vermieden werden.
Wo kommen die MonoTop-Systeme zum Einsatz?
Der Einsatzbereich der drei Sika-Mörtel ist vielfältig und reicht von Hoch-, Ingenieur- bis zu Tunnelbauwerken. Die Systeme lassen sich sowohl innen als auch außen applizieren. Neben Beton eignen sich die Mörtel auch für Leichtbeton und Kalksandstein. Diese breite Anwendbarkeit macht die MonoTop-Reihe zu einer flexiblen Lösung für unterschiedliche Sanierungsobjekte.
Welche Applikationstechniken sind möglich?
Alle drei Instandsetzungsmörtel lassen sich händisch sowie im Nassspritzverfahren applizieren. Das Nassspritzverfahren ermöglicht insbesondere bei großflächigen vertikalen oder überkopf liegenden Bauteilen eine wirtschaftliche Verarbeitung. Bei der händischen Applikation kommen konventionelle Werkzeuge wie Kellen und Glättscheiben zum Einsatz. Die Wahl der Applikationstechnik richtet sich nach der Bauteilgeometrie, der zu sanierenden Fläche und der erforderlichen Schichtdicke.
Welche Normen und Anforderungen gelten?
Die drei MonoTop-Systeme entsprechen den Anforderungen der Altbetonklassen A1, A2 und A3 nach ZTV W sowie den Gebrauchstauglichkeitsklassen R1, R2 und R3 nach EN 1504-3. Die Norm EN 1504-3 definiert Anforderungen an Betoninstandsetzungsmörtel hinsichtlich mechanischer Eigenschaften, Dauerhaftigkeit und Verträglichkeit mit dem Altbeton. Die ZTV W (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen – Wasserbau) legt darüber hinaus spezielle Anforderungen für Wasserbauwerke fest.
Die Klassifizierung nach Altbetonklassen und Gebrauchstauglichkeitsklassen erlaubt eine präzise Materialauswahl in Abhängigkeit vom Zustand des Bauwerks und den zu erwartenden Beanspruchungen. Insbesondere bei Bauwerken mit niedrigen Druckfestigkeiten oder geringen Elastizitätsmodulen im Bestand – etwa bei älteren Stahlbeton-Konstruktionen – ist die Abstimmung der Mörteleigenschaften auf den Altbeton entscheidend für die Dauerhaftigkeit der Instandsetzung.
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