Porosimetrie bezeichnet Methoden zur Messung der Porosität und Porenvolumverteilung eines Materials. Oft wird der Begriff gleichgesetzt mit der Quecksilberporosimetrie, es gibt jedoch zahlreiche weitere Verfahren wie Gasporosimetrie, Flüssig-Flüssig-Porosimetrie, ellipsometrische Porosimetrie, Röntgen-Porosimetrie und Ortho-Positronium-Porosimetrie.

Die Porosimetrie analysiert die Porenstruktur von Materialien durch Messung verschiedener Eigenschaften: Porengröße, Gesamtporenvolumen, Porengrößenverteilung und Konnektivität der Poren.

In zementgebundenen Baustoffen lassen sich drei grundlegende Porentypen unterscheiden: Blinde Poren sind an einem Ende offen und am anderen geschlossen. Durchgangsporen sind an beiden Enden offen und verbinden zwei Außenflächen. Geschlossene Poren sind vollständig isoliert ohne Verbindung zur Außenfläche.

Die Quecksilber-Porosimetrie basiert auf dem Eindringen von Quecksilber in eine poröse Struktur unter streng kontrolliertem Druck. Diese Technik zeichnet sich durch einen großen Messbereich aus und ermöglicht die Berechnung zahlreicher Probeneigenschaften wie Porengrößenverteilung, Gesamtporenvolumen, Gesamtporenoberfläche und mittlerer Porendurchmesser. Die Methode ist jedoch auf offene, zugängliche Poren beschränkt und erfasst geschlossene Poren nicht.

Gasadsorption nutzt die physikalische Anlagerung von Gasmolekülen an Oberflächen, um die spezifische Oberfläche und die Porengrößenverteilung zu bestimmen. Diese Methode erfasst blinde Poren und Durchgangsporen, nicht jedoch geschlossene Poren.