Die DGNB hat die Gewinner ihrer Sustainability Challenge 2025 bekannt gegeben. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte, die über die regulären Zertifizierungsanforderungen hinausgehen und beispielhafte Lösungsansätze für klimagerechtes Bauen entwickeln. Die Auszeichnung dokumentiert den Stand innovativer Konzepte in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, CO₂-reduzierte Materialien und ressourcenschonendes Bauen.

Die eingereichten Projekte zeigen, wie sich ambitionierte Klimaziele mit wirtschaftlich realisierbaren Lösungen verbinden lassen. Im Fokus stehen dabei Konzepte, die sich auf mess- und überprüfbare Kriterien stützen – von der Reduktion grauer Energie über die Verwendung von Recyclingstoffen bis hin zur Rückbaufähigkeit von Konstruktionen. Insbesondere die Integration von EPD-Daten in die Planungsphase gewinnt dabei an Bedeutung.

Für Planer und Architekten bietet die Challenge wertvolle Orientierung: Die prämierten Ansätze dokumentieren, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sich in der Praxis bewähren. Dies betrifft sowohl Materialentscheidungen – etwa der Einsatz von CO₂-reduziertem Beton oder Brettsperrholz – als auch Prozesse wie die frühzeitige Einbindung von Fachplanern für Rückbaukonzepte.

Die Auszeichnung ergänzt das bestehende DGNB-Zertifizierungssystem und setzt zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Baustandards. Mit Blick auf verschärfte regulatorische Anforderungen – etwa durch das Gebäudeenergiegesetz oder künftige CO₂-Grenzwerte – liefert der Wettbewerb konkrete Referenzen für Bauherren und Investoren. Zugleich zeigt sich: Nachhaltiges Bauen erfordert nicht zwingend neuartige Konstruktionen, sondern vor allem eine konsequente Materialwahl und durchdachte Detailplanung.

Weitere Informationen zu DGNB-Zertifizierungen finden sich im Kontext aktueller Projekte wie dem DonauTower mit DGNB-Gold oder der Dreifach-Zertifizierung der Berlin Hyp.