Luftporenbildner sind Bauchemie-Zusatzmittel, die durch Einführung gleichmäßig verteilter kleiner Luftporen den Frost- und Frost-Tausalzwiderstand von Beton erhöhen. Die Luftporen wirken als Puffer und verhindern das Eindringen von Tausalzen in den Beton.
Luftporenbildner erzeugen während des Mischprozesses ein System feiner, geschlossener Luftblasen im Zementleim. Diese Luftporen verteilen sich gleichmäßig in der Betonmatrix und bilden ein Netzwerk von Ausdehnungsräumen. Die künstlich eingebrachten Luftporen unterbrechen die Kapillarsaugwege, über die Feuchtigkeit und Chloride eindringen könnten. Die Luftporen ersetzen im Frischbeton fehlendes Mehlkorn, wodurch die Verarbeitbarkeit des Betons verbessert und die Neigung zum Bluten reduziert wird. Die Luftbläschen verringern die Viskosität und erleichtern das Pumpen und Einbringen des Betons.
Luftporenbildner werden in Betonen im Straßen-, Brücken- und Wasserbau eingesetzt, die Frost- und Tausalzeinwirkungen unterliegen. Zu den häufigsten Einsatzgebieten zählen Betonfahrbahnen und Verkehrsflächen mit winterlichem Streusalz-Einsatz, Brückenkappen und Fahrbahnübergänge, Wasserbauwerke wie Schleusen und Staumauern sowie Außenbauteile in alpinen Regionen.
Die Dosierung von Luftporenbildnern richtet sich nach der geforderten Luftporenstruktur und der Druckfestigkeitsklasse des Betons. Entscheidend sind der Luftporengehalt, der Abstandsfaktor der Luftporen und die maximale Porengröße. Zu hohe Luftgehalte reduzieren die Druckfestigkeit, zu geringe bieten keinen ausreichenden Frostschutz. Die genaue Dosierung muss im Labor und auf der Baustelle überprüft werden, da Mischzeit, Temperatur und Zementart den Luftporengehalt beeinflussen.
Die Dauerhaftigkeit von Betonbauteilen mit Luftporenbildnern hängt maßgeblich von der Qualität der Verarbeitung ab: Überverdichtung durch zu langes Rütteln kann Luftporen austreiben, unzureichende Nachbehandlung schwächt das Porensystem. Für die Betonherstellung mit Luftporenbildnern ist daher eine enge Abstimmung zwischen Labor, Werk und Baustelle erforderlich.

