Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat ihr Zertifizierungssystem für Neubauten überarbeitet und dabei den administrativen Aufwand reduziert. Die Anpassung zielt darauf ab, die Hürden für Bauherren und Planer zu senken, ohne dabei die inhaltlichen Anforderungen an Materialwahl, Lebenszyklusanalyse und Nachhaltigkeitskriterien zu verwässern. Für die Branche könnte dies ein relevanter Schritt sein, da bislang der Dokumentationsaufwand – insbesondere bei EPD-Nachweisen und Ökobilanzierungen gemäß DIN EN 15804 – als Hemmnis für eine breitere Marktdurchdringung galt. Die überarbeitete Version soll die Akzeptanz nachhaltiger Baustandards erhöhen, ohne die Bewertung von Baustoffen nach Kriterien wie CO₂-Bilanz, Recyclingfähigkeit oder Schadstofffreiheit einzuschränken.